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Als alleinerziehende Mutter hat man es nicht leicht – oft fehlt eine starke Schulter zum Anlehnen oder auch nur ein Partner, der zuhört und mithilft. Das gleiche gilt auch für alleinerziehende Männer, wenngleich diese die grosse Ausnahme bilden.

Wie findet frauen kennenlernen ab 40 man als Mutter wieder einen Partner? Ist das Kind eine „Hypothek“ und ist man „nicht mehr vermittelbar“. Nein, keinesfalls. Aber die Partnersuche als alleinstehende Person ohne Kinder ist sicher einfacher. Lesen Sie hier, wie Sie trotz – oder gerade dank Ihres Kindes – wieder einen Partner finden.

Problem Partnersuche als Mutter mit Kind

Das Hauptproblem für Sie als alleinstehende Mutter mit Kind (oder Kindern) ist, dass Sie je nach persönlicher Situation kaum Zeit und Energie finden werden, Ausschau nach einem Partner zu halten. Wenn Sie selbst noch berufstätig sind, dann haben Sie zwar Möglichkeiten, am Arbeitsplatz einen Mann kennenzulernen, verfügen aber über noch weniger Freizeit als andere Mütter. Und wenn Sie sich frauen kennenlernen ab 40 Vollzeit um Ihren Nachwuchs kümmern, dann sind Sie sieben Tage die Woche, 24h Stunden täglich auf Trab oder zumindest auf „Stand-by“. Und in den wenigen Stunden, die Sie abends während Ihre Kinder schlafen Zeit haben für sich, da wollen Sie sich vielleicht eher entspannen als auf die Pirsch zu gehen.

Fehlende Zeit und fehlende Energie sind also das erste Hindernis, nicht die Kinder selbst, die Ihnen bei der Partnersuche im Weg stehen.

Keine Zeit fürs Date wegen Kindern

Haben Sie jemanden kennengelernt, den Sie gerne treffen möchten (z.B. zu einem schönen Abendessen), dann stellt sich Ihnen das nächste Problem: Wer sorgt für die Kinder? Natürlich, Sie könnten Ihr Date zu sich einladen – aber wollen Sie das wirklich? Viele Frauen möchten Ihren Kindern erst einen fremden Mann vorstellen, wenn Sie sich ziemlich sicher sind, dass sich daraus auch eine neue Beziehung entwickeln wird.

Deswegen gilt es, Kinderbetreuung zu organisieren. Wenn Sie Glück haben, stehen eine Nachbarin, Freundin, die Eltern oder Ihr Ex-Partner bereit. Wenn Ihre Kinder jedoch noch nie unter fremder Aufsicht übernachtet haben, dann sollten Sie erst einen „Trockendurchgang“ machen – verabreden Sie sich mit einer Kollegin fürs Kino und nicht mit einem vielversprechenden Kandidaten zum Essen. Es könnte ja sein, dass nicht alles wie gewünscht verläuft und Sie abrupt nach Hause müssen.

Die Kinder erwähnen – ja oder nein?

Sie sind ja auf der Suche nach einem neuen Partner. Dieser wird Ihre Kinder über kurz oder lange kennenlernen, wenn Sie zusammenkommen sollten. Das spricht dafür, gleich zu Beginn mit offenen Karten zu spielen. Auf der anderen Seite fühlen sich viele Single-Männer ohne Erfahrung mit Kindern durch die Aussage „Ich bin Mutter von zwei Kindern“ schnell abgeschreckt. Wenn Sie einen Mann kennenlernen, dann spricht also nichts dagegen, Ihre Kinder beim ersten Treffen noch nicht zu erwähnen. Geben Sie ihm eine Chance, sich in Sie zu verlieben, ohne ihn gleich abzuschrecken. Wenn der Mann Sie aber fragt, ob Sie Kinder haben, dann sollten Sie ehrlich antworten. Sie können ihm ja gleich den Grund sagen: „Du bist mir sehr sympathisch und ich wollte Dich nicht mit meinen Kindern verschrecken, obwohl sie ganz süss sind“. So wird sich der Mann geschmeichelt statt hintergangen fühlen.

Wenn Sie auf die online Partnersuche in einer Singlebörse gehen, dann sollten Sie von Anfang an ehrlich sein, wenn Sie Ihr Profil ausfüllen. Geben Sie an, dass Sie Kinder haben und ggf. geschieden sind – vielen anderen Frauen und Männern geht es schliesslich genau gleich.

Zudem sollten Sie sich vor Ihrem Treffen überlegen, was Sie suchen. Wir schlagen Ihnen vor, nicht primär nach einem Ersatzvater für Ihre Kinder Ausschau zu halten, sondern nach einem Freund für sich selbst – für gemeinsame Erlebnisse, spannende Gespräche und natürlich auch für körperliche Nähe. Der Mann sollte nicht als Ersatzvater gesehen werden, zumindest nicht kurzfristig. Es ist besser, wenn er erst einmal ein guter Spielkollege Ihrer Kinder wird.

Wo als Mutter mit Kind Partner finden

Grundsätzlich stehen Ihnen die gleichen Möglichkeiten zur Partnersuche wie ungebundenen Singles offen. Die meisten Deutschen lernen Ihren Partner im Bekanntenkreis, in Bars und Clubs, am Arbeitsplatz oder im Internet kennen (siehe: ). Je nachdem, wie Sie Ihre Kinderbetreuung und Ihr Arbeitsleben organisiert haben, entfallen aber die Möglichkeiten Bars und Arbeitsplatz.

Wir sind der Überzeugung, dass gerade für alleinstehende Mütter das Internet eine sehr gute Möglichkeit ist, um einen neuen Partner und Freund zu finden. Die Vorteile der Partnersuche im Internet liegen auf der Hand:

  • Sie suchen genau dann, wann Sie Zeit haben
  • Sie können genau angeben, was für einen Partner Sie suchen
  • Sie können eine Vielzahl von Männern kennenlernen fehler beim kennenlernen einer frau – in wenigen Wochen mehr Männer, als Sie je in Ihrem verplanten Tagesablauf in einem ganzen Jahr kennenlernen können
  • Bei online Partnervermittlungen erhalten Sie zudem Vorschläge von Männern, die charakterlich gut zu Ihnen passen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, zusammen zu kommen und zusammen zu bleiben
  • Zudem ist die Partnersuche im Internet anonym

Zudem können Sie angeben, dass Sie Kinder haben und getrennt leben. Und Sie können bei der Partnersuche auch gezielt nach den Männern suchen, die am besten zu Ihnen passen könnten. Vielleicht gibt es ja in Ihrer Umgebung einen alleinerziehenden Vater, der sich genau wie Sie einsam fühlt?

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Julia (38)* sitzt entspannt in einem Café, trinkt einen Milchkaffee und wirft immer wieder einen Blick fehler beim kennenlernen einer frau in die Spielecke. Dort sitzt die 15 Monate alte Ella und buddelt eifrig in der kleinen Sandkiste. Ella hat die gleich wachen braunen Augen wie ihre Mutter und ein paar braune Locken sind unter dem Sonnenhut zu sehen. Sie strahlt ihre Mutter an – Mutter und Tochter wirken wie ein eingespieltes glückliches Team. Und das sind sie auch. Aber selbstverständlich ist dies kleine Familienglück nicht.

Schon immer wollte Julia eine Familie gründen

Vor zwei Jahren feierte Julia ihren 36. Geburtstag. In sehr kleinem Kreis: Sie war allein mit ihrer Katze und ihrem Computer. „Ich war wirklich an einem Tiefpunkt angekommen“, erzählt sie. Ihr langjähriger Partner hatte sich von ihr getrennt. Im Job gab es Schwierigkeiten. Eine Entlassungswelle rollte durch den Betrieb und auch Julia hatte nur einen befristeten Vertrag. „Das Schlimmste war für mich das Gefühl, dass ich irgendwie auf voller Linie versagt habe. Kein Glück im Spiel und keines in der Liebe. Aber vor allem tat der Gedanke so weh, dass ich wohl nie Kinder haben werde.“ Schon immer wollte Julia gerne eine Familie gründen. Doch ihr Partner fühlte sich „noch nicht soweit“. Julia wartete. Dann kam die Trennung. „Und er wurde nicht mal ein Jahr später Vater. Er wollte also von mir kein Kind, dass war schon bitter“, sagt sie traurig.

Julia liest im Internet. Und stolpert über die Geschichte einer Amerikanerin, die bekennende „Single Mom by Choice“ ist. Eine Singlefrau mit Kinderwunsch, genauso fühlt sich Julia auch. In den USA ist es kein Problem als Alleinstehende schwanger zu werden. Samenbanken und künstliche Befruchtungen machen es möglich. Leicht ist es aber natürlich für die betroffenen Frauen trotzdem nicht.

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Als Single-Frau ein Kind? In Deutschland besonders schwierig

In Deutschland haben es Frauen, die sich ein Kind wünschen und keinen passenden Partner haben, ungleich schwerer. Eine Behandlung in einer Kinderwunschpraxis ist rechtlich nicht möglich. Adoptionen sind praktisch unmöglich und auch Pflegekinder werden sehr, sehr selten Singles zugesprochen. Und doch gibt es sie. Im Internet haben sie sogar ein eigenes Forum gefunden. nennt sich eine Gruppe, die auch Julia im Netz findet. „Es tat unendlich gut, dass ich gemerkt habe, dass ich nicht allein bin.“

Auch andere Frauen wünschen sich Kinder – sie stehen mitten im Leben, sind beruflich angekommen aber haben keinen Lebenspartner, mit dem sie eine Familie gründen können. „Frauen mit laut tickender biologische Uhr sind Männern oft unheimlich“, meint Julia. Sie hat auf Dating-Anzeigen geantwortet und auch im Internet einige Kontakte geknüpft. „Mir wurde klar, dass ich so bestimmt keinen Vater für mein Kind finde.“

Anders als etwa in den Niederlanden oder den USA sind Samenbanken für unverheiratete Frauen in Deutschland tabu. „Meine Freundin in Dänemark kann überhaupt nicht verstehen, warum die Rechtslage bei uns so ist. Und ich ehrlich gesagt auch nicht“, erklärt Julia.

Je mehr sie recherchiert, desto mehr erfährt sie. Von schwierigen Auslandsadoptionen, von Behandlungen, die nicht ganz legal sind, die einige Kinderwunschpraxen trotzdem durchführen. Und von vielen Hoffnungen, die doch wieder platzen. „Mir war klar, dass es nicht einfach ist, aber ich möchte auch nicht in fünfzehn Jahren zurück blicken und sehen, dass ich die Chance Mutter zu werden verpasst habe“, sagt sie.

Schwanger beim ersten IVF-Versuch

Julia entscheidet sich dafür, sich privat einen Samenspender zu suchen. Über eine Freundin kommt sie in Kontakt zu einem Mann, der sich vorstellen kann, Julia zu helfen. Seine Bedingung: er möchte Julia kennenlernen, später ein Bild von dem Kind bekommen. Und so anonym bleiben, dass sein Name auf keinem Dokument auftaucht. Unterhalt möchte er nämlich nicht zahlen. Julia stimmt zu. „Das ist wirklich schwer, so jemanden zu finden. Das bedeutet auch viel Vertrauen auf beiden Seiten. Ich bin froh, dass ich ihn persönlich getroffen habe, ein wenig über ihn weiß und meinem Kind auch später von ihm erzählen kann. Irgendwann einmal wird es sicher auch zu einem Treffen von Vater und Kind kommen. Möglich wäre das“, erzählt Julia.

Von ihrer Freundin in Dänemark bekommt sie einen guten Tipp – und sie wird mit Hilfe einer In-Vitro Befruchtung mit dem Spendersamen schwanger. „Unglaublicherweise hat es wirklich gleich beim ersten Versuch geklappt.“ Die Kosten dafür musste Julia allein tragen. Doch darüber mag sie nicht sprechen. „Es war es für mich wert.“

Julia ist glücklich, als sie das positive Ergebnis in der Hand hält. Sie informiert auch kurz den Samenspender und erhält eine Mail von ihm. „Prima, melde dich dann doch mal kurz in 9 Monaten.“ Sie ist erleichtert, dass er keinen weiteren Kontakt haben will und doch gleichzeitig ein wenig Interesse hat.

Nach zehn Wochen hören Julias Übelkeitsanfälle auf und sie sorgt sich – doch alles ist gut. „Als ich endlich den Mutterpass in den Händen hielt, da wusste ich, dass ich für uns zwei alles regeln werde.“ Julias Arbeitsvertrag läuft mitten in der Schwangerschaft aus, doch sie bleibt optimistisch. „Ich wollte ja auf jeden Fall das erste Jahr zu Hause bleiben – und irgendetwas werde ich schon finden“, erklärt sie.

Und Julia hat Recht gehabt, sie arbeitet seit ein paar Wochen in der Firma einer Bekannten. Die Arbeitszeiten kann sie flexibel mit der Tagesmutter von Ella abstimmen. „Das erste Jahr war manchmal schon schwer. Wir waren ja Tag und Nacht 24 Stunden zusammen. So viel Nähe war wunderbar, aber eben auch nicht immer einfach. Seit drei Monaten geht sie jetzt zu einer Tagesmutter. Das tut uns beiden gut.“

Meine Wahl war eine Ein-Eltern-Familie oder kein Kind

Während sich die meisten Freundinnen von Julia für sie freuen und sehen, wie fröhlich Julia und Ella sind, teilen Ellas Großeltern die Freude nicht ganz. „Sie sind der Meinung, dass ich egoistisch sei, denn ein Kind würde einen Vater brauchen.“ Auch wenn Oma und Opa Ella vergöttern, ist der Kontakt für Julia nicht einfach. „Da kommen schon viele Vorwürfe. Aber ich kann die ignorieren. Immerhin habe ich es gut, denn ich bin ja freiwillig alleinerziehend.“ Durch verschiedene Kindergruppen hat Julia viele Frauen kennen gelernt, die sich in der Schwangerschaft oder in den ersten Babymonaten von ihrem Partner trennten, denen würde die Situation oft viel schwerer fallen, meint sie.

Natürlich gibt es auch Tage, an denen Julia einen Partner vermisst. „Wenn ich die Wahl hätte, würde ich auch gerne in einer Mama-Papa-Kind-Familie leben. Es wäre schön, das Glück über Elllas erste Schritte zu teilen. Oder einfach mal eine Stunde Fahrrad fahren zu können. Und oft sehe ich bei anderen, wie erleichternd es ist, wenn ein anderer auch mal die Windel wickelt oder bei Kummer tröstet. Aber diese Wahl hatte ich nicht. Meine Wahl war eine Ein-Eltern-Familie oder kein Kind.“ Und Julia hat ihre Wahl noch keinen Moment lang bedauert. Und sie hat einen großen Wunsch, denn sie sich auch erfüllen möchte: Ein Geschwisterchen für Ella.

*Alle Namen auf Wunsch geändert
Bild: © Vladimir Melnik – Fotolia.com

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3 Comments

Zahra Doejune 2, 2017
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Zahra Doejune 2, 2017
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